Schutz- und Hygieneplan

Grundlagen dieses Plans

Grundlage dieses Plans zur Wiederaufnahme des Betriebes der Jugendherbergen des DJH­ Landesverbandes Sachsen e. V. sind die Bestimmungen der Allgemeinverfügung anlässlich der Corona-Pandemie als Anordnung von Hygieneauflagen zur Verhinderung der Verbreitung des Corona-Virus gemäß der Bekanntmachung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt vom 12. Mai 2020, Az.: 15-5422/13.
Der Plan setzt zudem die einheitlichen Standards des Deutschen Jugendherbergswerk um, die in Zusammenarbeit mit Frau Prof. Dr. med. Barbara Gärtner, Fachärzitn für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie an den Instituten für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene sowie Infektionsmedizin am Universitätsklinikum des Saarlandes erarbeitet und im Leitfaden „Hygienemanagement in Jugendherbergen“ vom 07.05.2020 festgeschrieben wurden.
Ziel dieses Plans ist es. die Jugendherbergen des DJH-Landesverbandes Sachsen e. V. zu sicheren Aufenthaltsorten für unsere Gäste und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu machen. Der Plan wird anhand sich ändernder Erfordernisse oder gesetzlicher Vorgaben fortgeschrieben.

Aufnahme von Gästen, Besucher und Nachweisführungen

Nur Gäste mit gutem Allgemeinbefinden dürfen aufgenommen werden, bei Personen mit Erkältungssymptomen, wie Husten, Fieber und Atemnot ist die Schlüsselübergabe zu verwehren und ein Arztbesuch zu empfehlen. Die Kontaktdaten aller Gäste sind in einer Gästeliste zu erfassen, um den Gesundheitsbehörden bei einem Infektionsfall meldepflichtiger Krankheiten die Kontaktverfolgung zu ermöglichen. Diese Listen sind monatsweise zu sammeln und am Beginn des übernächsten Monats so zu vernichten, dass die Daten nicht in die Hände Unbefugter gelangen können.
Der Besuch von Fremdpersonen ist so weit als möglich zu vermeiden. Notwendige Besuche, wie z. B. die von Fachpersonal zur Wartung technischer Anlagen sind mit den Kontaktdaten der entsendenden Firma und dem Namen des Mitarbeiters zu protokollieren.
Gäste und Besucher sind anzuhalten, bei jedem Betreten des Gebäudes die Hände zu waschen. Zimmerschlüssel und -karten sind bei der Ausgabe und Annahme zu desinfizieren. An der Rezeption ist auf die grundlegenden Hygieneregeln und deren Einhaltung hinzuweisen.

Unterbringung von Gästen in den Zimmern, Benutzung von Sanitäreinrichtungen

Mitglieder desselben Hausstandes können in einem Zimmer untergebracht werden, auch gemeinsam mit den Mitgliedern eines zweiten Hausstandes. Für die Unterbringung von haushaltsfremden Personen gilt dagegen: max. zwei in einem Zimmer. Bei Gruppenanreisen ist eine diesen Kriterien folgende Aufteilung und Unterbringung der Gruppe vorzunehmen. Für haushaltsfremde Personen in einem Zimmer gilt zudem, dass ein Mindestabstand von 1,5 m einzuhalten ist, Stockbetten sind deshalb hier nur mit einer Person zu belegen.
Bei den Gemeinschaftsduschen und Sanitärräumen ist durch geeignete organisatorische Maßnahmen ein gemeinsames Benutzen durch mehr als zwei haushaltsfremden Personen zu verhindern, wie zum Beispiel durch ein Besetzt-Schild, Schlüsselausgabe o.ä. Nach jeder Benutzung sind die Räume zu lüften.

Verpflegung/ Küche

Anforderungen an die Nutzung von Speiseräumen
Ein Abstand von 2 m zwischen den Tischen ist einzuhalten. Pro Tisch werden Personen aus einem Haushalt bzw. maximal vier haushaltsfremde Personen versorgt, insofern zwischen letzteren ein Abstand von 1,50 m eingehalten werden kann, sonst dementsprechend weniger. Wegen der damit verbundenen Reduzierung der Kapazität des Speiseraumes sind, soweit notwendig, ergänzende organisatorische Maßnahmen zu treffen, wie Tischreservierungen und vordefinierte Zeitabschnitte, in denen die Gäste ihre Mahlzeiten einnehmen. Die Öffnungszeiten der Speiseräume sind dem anzupassen.
Von Verpflegungen der Gäste per Buffet ist derzeit abzusehen, anstelle dessen sind die Ausgabe von abgepackten Essen (Frühstücks-/ Lunchpakete), von in der Küche vorbelegten Tellern oder Platten mit kalten Speisen oder die Ausgabe von warmen Essen vorzusehen. Besteck ist pro Person einzeln, in einer Serviette zusammengerollt mit dem Essen zu Obergeben.
Geschirr- und Tablett-Entnahmestellen sind vor Kontamination, beispielsweise durch die Verwendung von Gloschen, zu schützen. Auf Salz- und Pfefferstreuer auf den Tischen ist zu verzichten.
Zur Vermeidung von Warteschlangen ist der Mindestabstandvon 1,5 m zwischen den Wartenden zu gewährleisten, dafür sind Abstandsmarkierungen auf dem Boden anzubringen.
Zu prüfen ist auch, inwieweit weitere organisatorische Maßnahmen, wie Essenbestellungen am Vortag helfen können, einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten (z. B. Frühstücksbestellung am Vortag).

Anforderungenan das Küchenpersonal
Im Gastgewerbe ist ein hohes Hygieneniveau schon immer selbstverständlich. Dennoch ist auf die Bedeutung der Hygienemaßnahmen bzw. auf deren konsequente Umsetzung zur Unterbrechung von Infektionsketten nochmals deutlich hinzuweisen.
Die Hinweise müssen umfassen, dass die Beschäftigten nicht zur Arbeit kommen dürfen, wenn sie sich krank fühlen und die Arbeit umgehend einzustellenund den Arbeitsplatz zu verlassen haben, wenn während der Arbeit Krankheitssymptome auftreten. Eine ärztliche Abklärung vor dem Wiederantritt der Arbeit ist in beiden Fällen erforderlich.
Durch arbeitsorganisatorische Maßnahmen ist darauf hinzuwirken, dass Arbeitsmittel (wie z. B. Messersätze, Schneidbretter usw.) möglichst personenbezogen genutzt werden und die Bedienung bestimmter Maschinen/Geräte (Kaffeemaschine, Kombidämpfer) jeweils einer einzelnen Person Obert ragen wird.
Das Personal ist darauf hinzuweisen, dass nach dem Abräumen von Gläsern, Geschirr und Besteck die Hände zu waschen oder zu desinfizieren sind. Die Reinigung von Geschirr und Küchenutensilien muss bei einer Temperatur von mindestens 60° C erfolgen. Bei direktem Kontakt mit Gästen ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung und von Einwegschutz-/ Servierhandschuhen vorzusehen.
Die Mitarbeiter sind entsprechend zu schulen und zu belehren, Schulungen und Belehrungen sind aktenkundig zu machen.

Nutzung von Freizeiträumen

Die Nutzung von gemeinschaftlich nutzbaren Freizeiträumen und -einrichtungen, wie Femsehraum, Tischtennisplatten und Entspannungsbereichen (z. B. Sofa-Ecke) ist nur unter Einhaltung der allgemein geltenden Abstands- und Hygieneregeln zu ermöglichen.
Die maximale Personenzahl ist so zu begrenzen, dass ein Mindestabstandvon 1,5 m zwischen haushaltsfremden Personen stets gewährleistet wird. Sonst ist das Tragen einer Mund-Nasen­ Bedeckung verpflichtend.
Dafür sind geeignete organisatorische Maßnahmen zu ergreifen, wie z. B. der Aushang einer Reservierungsliste für Tischtennisräume, die dann gleichzeitig nur durch Mitglieder desselben Hausstandes und eines weiteren Hausstandes oder durch zwei haushaltsfremde Personen genutzt werden dürfen.
Durch Beschriftung oder Anbringen von erklärenden Piktogrammen sind die Gäste in den Freizeiträumen deutlich auf das Einhalten der geltenden Abstands- und Hygieneregeln hinzuweisen.
Verleihmaterial sowie ausgegebenes Spielzeug/ Spielmaterial ist nach jeder Rücknahme gründlich zu reinigen und desinfizieren. In allen genutzten Räumen ist in kurzen Abständen, z. B. 1 x pro Stunde, eine Stoßlüftung beziehungsweise Querlüftung mit vollständig geöffneten Fenstern über mehrere Minuten (je nach Raumgröße 5 – 15 Minuten) vorzunehmen. Die gründliche Reinigung der Fußböden sowie häufig genutzter Flächen ist regelmäßig durchzuführen.
Die Nutzung von Spielplätzen und Sandkästen ist gemäß der SächsCoronaSchVO vom 12.05.2020 wieder generell erlaubt.

Housekeeping

Hausspezifisch ist ein Reinigungsplan zu erstellen, der die konkreten Reinigungsanweisungen und die Reinigungsintervalle für die unterschiedlichen Räumlichkeiten enthält. Dabei sind die sogenannten „high touch points“ (Handläufe, Tresen, Türklinken) sowie Gemeinschaftsräume, Speiseräume und andere Räume, in denen mehrere Personen zusammengekommen sind, mehrmals täglich, am Besten zwischen den Nutzungsintervallen, jedoch mindestens zweimal täglich zu reinigen. Mit Hilfe eines Aushangs sind die Reinigungszyklen dieser Räume gegenüber den Gästen transparent zu machen und mittels Unterschrift zu dokumentieren.
Neben der regelmäßigen und gründlichen Reinigung ist ein ausreichendes Lüften aller Räume das wichtigste Mittel zur Vermeidung der Übertragung von Krankheiten und deshalb sicherzustellen.

Reinigung der Unterkunftsräume
Die Unterkunftszimmer (ausgenommen integrierte Sanitärbereiche, siehe nachfolgender Punkt) sind in der üblichen Weise gründlich zu reinigen. Die Putzlappen und Reinigungstücher sind nach jedem Zimmer gründlich auszuwaschen oder zu tauschen.

Reinigung der Sanitärbereiche(mit Update vom 18.05.2020)
Sanitärbereiche, die von den Mitgliedern nur eines Hausstandes benutzt werden, sind nach dem üblichen Reinigungsplan gründlich zu reinigen. Öffentliche Sanitärbereiche sowie Sanitärbereiche, die von den Mitgliedern mehrerer Hausstände genutzt werden, sind täglich zu reinigen und die ausreichende Versorgung mit Flüssigseife und Einweg-Papierhandtüchern ist sicherzustellen.

Elektrische Handtrockner dürfen verwendet werden (sofern sie bereits installiert sind), Einweg­ Papierhandtüchern ist jedoch der Vorzug zu geben. Stoffhandtücher auch solche auf Rollenspendern, sind untersagt und deshalb zu entfernen. Die Putzlappen und Reinigungstücher sind nach jedem Sanitärbereich zu tauschen, die Desinfektionen erfolgen nach dem hausspezifischen Standardplan.

Schutz- und Hygienemaßnahmen

Technische Schutz- und Hyglenemaßnahmen

Dort, wo unmittelbarer Kontakt zu den Gästen unvermeidlich ist, wie am Empfangstresen oder bei der Essenausgabe, sind technische Schutzmaßnahmen, wie bauliche Barrieren aus Plexiglasscheiben zu installieren.

Dort. wo Warteschlangen entstehen können, wie am Empfangstresen und bei der Essensausgabe, sind Bodenmarkierungen zur Abstandskontrolle aufzubringen.

Zudem ist dort wie an allen anderen Orten, an denen geltende Abstands- und Hygieneregeln umgesetzt werden müssen, durch Beschriftung oder Anbringen von erklärenden Piktogrammen auf deren Einhalten hinzuweisen.

Organisatorische Schutz- und Hygienemaßnahmen

Einhaltung der Mindestabstände
Alle Prozessabläufe in der Jugendherberge sind so zu gestalten, dass ein Abstand von 1,5 m möglichst eingehalten werden kann, einengende Gegenstände sind zu entfernen, Schnittstellen zu minimieren und zeitgleiche Anwesenheit so weit wie möglich zu vermeiden.

Gästelenkung
Abstand und Vermeidung von Kontakt sind durch Lenkung der Gästeströme und Kennzeichnung von Laufwegen umzusetzen. Am Empfangstresen ist mit Beschilderung darauf hinzuwirken, dass sich nur diejenigen Personen dort aufhalten, die gerade bedient werden, Wartebereiche und dort einzuhaltende Abstände sind durch technische Maßnahmen zu kennzeichnen.
Die Übergabe von Gegenständen und Speisen ist so zu organisieren. dass sie indirekt (kontaktlos) erfolgt, auf die Bevorzugung von bargeldloser Bezahlung ist hinzuweisen. Aufzüge dürfen, sofern nicht von Mitgliedern desselben Hausstandes und eines weiteren Hausstandes, nur von zwei haushaltsfremden Personen gleichzeitig benutzt werden. An allen Aufzugstüren ist durch Beschriftung oder Anbringen von erklärenden Piktogrammen auf das Einhalten der geltenden Regeln hinzuweisen.

Arbeitsmedizinische Beratung und Unterweisung
Den Mitarbeitenden ist eine arbeitsmedizinischeBeratung, auch telefonisch, zu ermöglichen und die Kontaktdaten des zuständigen Arbeitsmedizinischen Dienstes bekanntzugeben.

Hygienebeauftragter/Hygieneteam
In den Jugendherbergen ist ein Hygienebeauftragter, in der Regel die verantwortliche Hausleitung, sowie ein Hygieneteam zu etablieren. Hygienebeauftragter und Hygieneteam treffen sich einmal wöchentlich zur Bewertung der aktuellen Situation, Nachjustierung, Verbesserung und Anpassung der Schutz- und Hygienemaßnahmen und stehen den Mitarbeitenden als Ansprechpartner zur Verfügung.

Persönliche Schutz- und Hygienemaßnahmen

Tragepflicht von Mund-Nasen-Bedeckung/Halbmasken/Schutzhandschuhen
Den Mitarbeitenden werden Mund-Nasen-Bedeckungen (oft Community-Masken genannt) zur Verfügung gestellt Eine allgemeine Tragepflicht besteht nur dort, wo der Abstand von 1,5 m zu

Gästen oder anderen Mitarbeitenden nicht sicher eingehalten werden kann. Diese Masken dienen vorrangig dem Fremdschutz.
Bei Arbeiten an Stellen mit einem erhöhten Gefährdungspotential (z. B. Reinigen von Sanitärbereichen) sind filtrierende Halbmasken (FFP 2) und Schutzhandschuhe zum Eigenschutz zu tragen.

Zentrale Desinfektionsmittelspender
An einem zentralen Ort, vorzugsweise im Eingangsbereich des Speiseraumes, ist ein zentraler Spender für Desinfektionsmittel aufzustellen. Auf dessen Verwendung ist durch Beschriftung oder Anbringen von erklärenden Piktogrammen hinzuweisen.

Händehygiene/ Hautschutz
Händehygiene muss vor und nach der Zubereitung von Speisen, vor dem Essen, nach dem Toilettengang und immer dann durchgeführt werden, wenn die Hände sichtbar schmutzig sind. Eine gründliche Händehygiene mit Wasser und Seife ist grundsätzlich ausreichend. Zum Trocknen der Hände sind ausschließlich Einweg-Papierhandtücher zu verwenden.
Für die Mitarbeitenden ist der vorbeugende betriebliche Hautschutz, auch im Zusammenhang mit der Tragepflicht von Schutzhandschuhen, zu beachten und durchzuführen, den Mitarbeitenden wird dafür ein geeignetes Hautpflegemittel zur Verfügung gestellt.
Auf die Regeln einer gründlichen Händehygiene ist auf den öffentlichen Toiletten bzw. Gemeinschaftssanitäreinrichtungen durch Beschriftung oder Anbringen von erklärenden Piktogrammen hinzuweisen.

Husten- und Nies-Etikette
Die Husten- und Nies-Etikette ist jederzeit von Gästen und Mitarbeitenden einzuhalten. Sie umfasst das Abdecken von Mund und Nase während des Hustens oder Niesens mit Taschentüchern oder gebeugtem Ellbogen, gefolgt von Händehygiene.
Taschentücher oder andere Materialien, die zum Abdecken von Mund oder Nase verwendet wurden, sind nach dem Gebrauch zu entsorgen oder zu reinigen. Werden solche Materialien entsorgt, müssen sie vor der Entsorgung mit anderem Hausmüll in einem mit einer Auskleidung versehenen Behälter (reißfeste Müllsäcke) aufbewahrt werden.
Auf das Einhalten der Husten- und Nies-Etikette ist durch Beschriftung oder Anbringen von erklärenden Piktogrammen hinzuweisen.

Informationen /Sprachregeln

Gastinformationen
Die Gäste sind vorab Ober die in den Herbergen geltenden Schutz- und Hygienemaßnahmen zu informieren, dies geschieht Ober die Homepages der Jugendherbergen (Hausseiten) und die Internetseiten des Landes- und Hauptverbandes sowie mit der Buchungsbestätigung per E-Mail.
Den Gästen wird bei Anreise eine erweiterte Hausordnung ausgehändigt, deren Empfang schriftlich zu bestätigen ist. Diese informiert auch über die für die Jugendherberge geltenden Schutz- und Hygienemaßnahmen (siehe Punkt 12.).

Überall, wo Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten sind, ist auf diese durch Beschriftung oder Anbringen von erklärenden Piktogrammen in deutscher und englischer Sprache hinzuweisen. In den Jugendherbergen, die auch häufig tschechische und polnische Gäste empfangen, ist zudem anzustreben, zumindest die schriftlichen Informationen Ober die in den Herbergen geltenden Schutz­ und Hygienemaßnahmen auch in tschechischer und polnischer Sprache zur Verfügung zu stellen.
Gegenüber den Gästen werden die Reinigungszyklen der gemeinschaftlich genutzten Räume und die dort durchgeführten Reinigungen mittels Aushängen transparent kommuniziert.

Beschwerdemanagement/Umgang mit Hygieneverstößen/Verantwortlichkeit

Einhalten der Regelung/Verantwortung
Die Jugendherbergen setzen mit diesem Schutz- und Hygieneplan vor allem behördlich vorgegebene Regeln um, somit ist zunächst von deren allgemeiner Akzeptanz auszugehen.
Die Regeln sind für alle Gäste und Mitarbeitenden verbindlich und im Sinne der gegenseitigen Rücksichtnahme, des Respekts untereinander und des Schutzes von Gästen und Mitarbeitenden umzusetzen.
Der Einhaltung der Regeln und Umsetzung dieses Schutz- und Hygieneplans kommt insoweit eine große Bedeutung zu, als dass beides Voraussetzungen für das Öffnen und Offenhalten der Herbergen sind. Verantwortlich für das Einhalten der Regeln sowie für die Umsetzung und Durchsetzung dieses Schutz- und Hygieneplans in den einzelnen Jugendherbergen ist die Hausleitung.

Vorgehen bei Hygieneverstößen
Die Hausleitung ist somit auch als erstes Ober Verstöße gegen die geltenden Regeln zu informieren.
Beim erstmaligen Verstoß sind Gäste auf die Einhaltung der geltenden Regeln nochmals freundlich hinzuweisen, im ersten Wiederholungsfall Ist auf die Möglichkeiten zur Durchsetzung des Hausrechtes hinzuweisen, bei weiteren Wiederholungen oder schwerwiegenden Verstößen ist von der Möglichkeit des Hausverweises Gebrauch zu machen.
Beim erstmaligen Verstoß sind Mitarbeitende auf die Einhaltung der geltenden Regeln nochmals freundlich hinzuweisen, im ersten Wiederholungsfall ist auf die Möglichkeit der Durchsetzung mittels arbeitsrechtlicher Konsequenzen hinzuweisen, bei weiteren Wiederholungen oder schwerwiegenden Verstößen ist von arbeitsrechtlichen Konsequenzen Gebrauch zu machen.

Verfahren bei Verdachtsfällen auf Infektion mit dem Corona-Virus in der Jugendherberge

Vermuten Sie bereits bei einer anreisenden Person eine Infektion mit dem Corona-Virus, dann stellen Sie dieser Person bitte folgende Schlüsselfrage:
Haben Sie grippeähnliche Symptome? (Fieber, Husten, krankheitsbedingte Atemnot)?

Tritt ein Verdachtsfall bei einem Gast auf, dann handeln Sie bitte wie folgt:
Grippeähnliche Symptome, wie Fieber, Husten, krankheitsbedingte Atemnot gelten als die wichtigsten Verdachtsmomente einer Corona-Infektion.
Bleiben Sie ruhig und bitten Sie die betroffene Person allein (!) in ihr Zimmer zu gehen. Sollte sie Teil einer Gruppe sein, laden Sie die Gruppe zumindest übergangsweise in einen separaten Raum ein.

Rufen Sie 112 an und melden Sie „einen Gast mit grippeähnlichen Symptomen“. In der Regel erkundigen sich die Rettungskräfte anhand eines Fragenkataloges fernmündlich nach den Symptomen und möglichen Kontaktverbindungen, bei begründetem Verdacht wird ein Rettungswagen zur Jugendherberge geschickt
Sollte sich ein Verdacht erhärten, könnte die Jugendherberge auf behördliche Anordnung unter Quarantäne gestellt und/oder geschlossen werden.
Informieren Sie bitte sofort die Geschäftsstelle Ober jeden Verdachtsfall.
Die Regelungen zur Kontaktnachverfolgung sind zu beachten und der zuständigen Behörde/ dem Gesundheitsamt zur Verfügung zu stellen.

Bedarf an persönlicher Schutzausrüstung

Folgende persönliche Schutzausrostungen werden in den Jugendherbergen eingesetzt:

Nr. Bezeichnung Typ Bestand Bedarf
1.1. Commumty – Masken aus Stoff Verschiedene zentraler Einkauf
1.2. Mund-Nasen-Bedeckung OP-Maske 3-lagig zentraler Einkauf
1.3. Filtnerende Halbmaske FFP 2 Ohne Ventil zentraler Einkauf
2.1. Desinfektionsmittel für Hände Viruzid oder begrenzt viruzid zentraler Einkauf
2.2. Flächendesinfektionsmittel Lebensmittelgeeignet zentraler Einkauf
2.3. Zentrale Spender zentraler Einkauf
3.1. Flüssigseife durch JH zu beschaffen
4.1. Einweg-Papierhandtücher durch JH zu beschaffen
4.2. Hautpflegeprodukte durch JH zu beschaffen
4.3. Einwegschutzhandschuhe durch JH zu beschaffen

Erweiterung der Hausordnung

Die in den Jugendherbergen geltende Hausordnung ist wie folgt zu ergänzen:
Folgende zusätzliche Regeln gelten im Zuge der Corona-Pandemie in unserem Haus, bitte haben Sie Verständnis für diese Regeln, nur das Einhalten dieser Regeln ermöglicht den Betrieb der Jugendherberge und dient sowohl Ihrer Sicherheit wie auch der unserer Mitarbeitenden:

  1. Bitte waschen/desinfizieren Sie bei jedem Betreten des Hauses die Hände.
  2. Bitte halten Sie einen Sicherheitsabstand von 1,5 m zu anderen Gästen und zu unseren Mitarbeitern ein – Sie sind mit Abstand die besten Gäste.
  3. Wo der Sicherheitsabstand nicht eingehalten werden kann, ist das Tragen einer Mund-Nase­ Bedeckung verpflichtend, wir weisen an den entsprechenden Stellen darauf hin.
  4. Bitte beachten Sie Bodenmarkierungen, die wir für die Gewährleistung von Abständen angebracht haben und folgen Sie bitte dem . Einbahnverkehr“, wo dieser entsprechend markiert wurde.
  5. Bitte beachten Sie die Hinweise zur Nutzung von Gemeinschaftsräumen und folgen Sie bitte den dort geltenden Regeln und Limitierungen von Personenzahlen.
  6. Bitte tragen Sie sich selbst und Ihre Mitreisenden in unsere Gästeliste ein – diese Daten benötigen wir, damit die Gesundheitsbehörden Sie kontaktieren können, wenn trotz aller ergriffenen Schutz- und Hygienemaßnahmen in der Jugendherberge ein bestätigter Corona-Fall auftreten sollte. Wir bewahren diese Daten längstens für eine Dauer von fünf Wochen auf, danach vernichten wir sie datenschutzkonform.